H-Alpha oder Weißlicht

H-Alpha oder Weißlicht – welcher Typ passt zu mir?

Es gibt zwei grundsätzliche Wege, die Sonne sicher zu beobachten: im Weißlicht (Photosphäre) und im H-Alpha-Licht (Chromosphäre). Beide zeigen unterschiedliche Phänomene.

Weißlicht

Im Weißlicht wird die Photosphäre sichtbar – die Schicht, von der das meiste sichtbare Licht der Sonne kommt. Typische Erscheinungen sind Sonnenflecken und bei ausreichender Öffnung die Granulation.

Übliche Lösungen: Objektivfilterfolie oder fertig montierte Objektivfilter vor einem vorhandenen Teleskop, fertige Weißlicht-Sonnenteleskope oder Herschelkeile an geeigneten Refraktoren (nur mit den vorgeschriebenen Zusatzfiltern).

Hinweis zu Filterfolie: Die Folie selbst ist Material. Eine sichere Lösung erfordert eine korrekt und fest montierte Objektivfilterfassung.

H-Alpha

H-Alpha-Systeme filtern eine sehr schmale Wellenlänge um die Wasserstofflinie bei 656,3 nm. Dadurch wird die Chromosphäre sichtbar. Typische Erscheinungen sind Protuberanzen am Sonnenrand und dunkle Filamente auf der Scheibe.

Übliche Lösungen: Komplette H-Alpha-Sonnenteleskope (z. B. von Lunt oder Coronado) oder entsprechende Filtersysteme. Das System aus Etalon und Blocking Filter ist abgestimmt und sollte nicht verändert werden.

Was soll ich wählen?

Ziel Geeigneter Weg
Sonnenflecken und Photosphäre Weißlicht
Protuberanzen, Filamente, Chromosphäre H-Alpha
Beides Beide Systeme

Hinweis: Alle Angaben basieren auf Herstellerdaten und öffentlich verfügbaren Quellen. Eigene Praxistests werden hier nicht dargestellt. Preise werden nicht als aktuell angegeben, da sie sich ändern können.

Quellen

Interne Verlinkung: Sicherheit bei der Sonnenbeobachtung · Kaufberatung